Wetterauer Zeitung, 05.06.2012

 

Ein neues Hochhaus im Bahnhofsviertel

Magistrat stimmt dem Bebauungsplan zu – Beschluss der Stadtverordnetenversammlung steht allerdings noch aus

Frankfurt

(pia). Der Magistrat hat den Weg für ein neues Hochhaus am östlichen Rand des Bahnhofsviertels geebnet und dem Satzungsbeschluss zum vorhabenbezogenen Bebauungsplan Nummer 881 – Taunusanlage 8 – zugestimmt. Ein Beschluss der Stadtverordnetenversammlung steht aber noch aus.

Auf dem Areal möchte die Credit Suisse Asset Management Immobilien Kapitalgesellschaft mbH die gegenwärtig leerstehende Immobilie durch ein zeitgemäßes Bürohaus mit bis zu 68 Metern Höhe ersetzen. Damit soll das künftige Gebäude in der Höhenentwicklung zwischen den niedrigeren benachbarten Bestandsgebäuden südlich und den höheren Bauwerken nördlich des Areals vermitteln. Grundlage für die Inhalte des vorhabenbezogenen Bebauungsplans war das Ergebnis eines Architekten-Auswahlverfahrens, das in Abstimmung mit der Stadt durchgeführt wurde. »Durch das Gebäude erreichen wir eine städtebauliche Aufwertung im Bereich der Taunusanlage«, sagt Bürgermeister und Planungsdezernent Olaf Cunitz. »Besonders freut mich, dass mit dem Investor bereits vertraglich vereinbart wurde, dass flankierend auch Wohnraum errichtet werden muss.« Der nachzuweisende Wohnanteil von circa 6000 Quadratmetern entspricht 30 Prozent der Geschossfläche oberhalb des 6. Vollgeschosses und soll auf einer nahe gelegenen Liegenschaft in der Weserstraße mit derzeit ebenfalls leerstehenden Bürogebäuden realisiert werden.

Im Plangebiet sollen unter anderem Büronutzung, Gastronomie und Wohnen möglich sein. Ausgeschlossen sind Vergnügungsstätten wie Spielhallen, Nutzungen, die der gewerblichen sexuellen Betätigung dienen und großflächiger Einzelhandel. Ein auf dem Gelände befindliches Umspannwerk der Mainova bleibt erhalten, ebenso die Bäume.