Allgemeine Zeitung, 05.06.2012

 

An neuem Windpark beteiligt

VG HEIDESHEIM Zehn Anlagen auf dem Kandrich geplant / "Rheinhessische" investiert 16 Millionen Euro

VG Heidesheim (tor). Die Verbandsgemeinde Heidesheim mischt bei der Entstehung eines Windparks auf dem Kandrich im Hunsrück mit. Auf dem Gebiet der Städte Ingelheim, Bingen und der Ortsgemeinde Oberdiebach sollen bis zu zehn Windenergieanlagen entstehen. Daran soll sich die Rheinhessische Energie- und Wasserversorgungs-GmbH, an der die VG einen Gesellschaftsanteil von 7,36 Prozent hält, über zwei neu zu gründende Gesellschaften beteiligen. Dies beschloss der VG-Rat einstimmig.

Die weiteren Anteile an der "Rheinhessischen" halten die Stadt Ingelheim und die Thüga-Aktiengesellschaft. "Die VG muss keine Kapitalbeiträge leisten für diese neue Gesellschaft", betonte Bürgermeister Joachim Borrmann (SPD).

Zwei Gesellschaften

Im Einzelnen beschloss der VG-Rat die Gründung einer Beteiligungsgesellschaft, an der sich die "Rheinhessische" mit 60 Prozent und die Thüga mit 40 Prozent beteiligen wird. Diese Beteiligungsgesellschaft wird sich zusammen mit der GIG Kandrich KG zu jeweils 50 Prozent an einer Projektgesellschaft beteiligen, die "Gemeinschaftswindpark Kandrich KG" heißt.

Auch deren Gründung beschloss der Rat einstimmig. Hinter der GIG Kandrich KG verbirgt sich die Gedea Ingelheim. Ihr Eigenkapital erhält die Gemeinschaftswindpark Kandrich KG je zur Hälfte von der neu gegründeten Beteiligungsgesellschaft und der GIG Kandrich KG. Die Gemeinschaftswindpark Kandrich KG hält das Vermögen an den Windkraftanlagen. Gerechnet wird mit einem Investitionsvolumen von maximal 52 Millionen Euro für die zehn aktuell geplanten Windkraftanlagen. Die Stadt Ingelheim hatte bereits zugestimmt.

Jahresbericht der Feuerwehr

Die neuen Ziele der "Rheinhessischen" stellten die Geschäftsführer Peter Hausen und Maik Thum vor. Mittelfristig soll die gesamte Stromabgabe in der VG aus erneuerbaren Energien stammen. Durch die bleibende Beteiligung auf dem Kandrich, wo die Rheinhessische insgesamt rund 16 Millionen Euro investiert, "wird eine dauerhafte Sicherheit für die verpachtenden Kommunen" sichergestellt, betonte Thum.

Den Jahresbericht der Feuerwehr stellten Wehrleiter Andreas Klesius und sein Stellvertreter Wolfgang Bittel vor. Insgesamt fuhren die Kameraden zu 88 Einsätzen aus. 48 Hilfeleistungen stehen 40 Brandfällen (acht Autos, 21 Gebäude, elf weitere Objekte) gegenüber. Insgesamt 130 Einsatzstunden ergeben eine durchschnittliche Einsatzdauer von eineinhalb Stunden. Die Heidesheimer Feuerwehr zählte Ende des vergangenen Jahres 47 Kameraden, die Wackernheimer 23.