Neue Ruhr Zeitung / Neue Rhein Zeitung, 27.07.2017

 

Zu viel Wildwuchs im Erholungsgebiet

Von Autor: Berina Musa

Wer durch den 42 Hektar großen, einst so beliebten Revierpark Vonderort schlendert, spürt und sieht sehr schnell: Der 1972 aus der Taufe gehobene Revierpark an der Stadtgrenze von Oberhausen und Bottrop ist ganz schön in die Jahre gekommen. Viele Teilflächen sind zugewuchert; zahlreiche umgefallene Bäume bleiben einfach liegen; und die Wege machen einen äußerst unebenen Eindruck.

Der 20-köpfige Naturschutzbeirat ist wild entschlossen, die Grünoase, die so viele Städter der Umgebung lieben, wieder aufzumöbeln. Tatsächlich gibt es die Chance dazu: Aus der Stadtteilförderung von Osterfeld („Soziale Stadt“) stehen Millionen bereit; zudem laufen Förderanträge des Regionalverbandes Ruhr ans Land – mit der Bitte um eine zweistellige Millionen-Summe.

Bei einer Begehung stellten 20 Mitglieder des Naturschutzbeirats fest: Es gibt viel zu tun. So ist der Buchenbestand bereits zehn Jahre lang nicht überprüft worden – doch Bäume mit übergroßen Baumkronen müssen regelmäßig gefällt werden, weil sie anderen Bäumen und Bodenpflanzen das Sonnenlicht rauben. Das schwächt sogar starke Nachbarbäume so sehr, dass sie bei Sturm leichter umstürzen. In einem ersten Schritt sollen etwa 70 Bäume im Herbst gefällt werden – diese sind sogar schon markiert.

Bild 1:
20 Mitglieder des Naturschutzbeirates bestaunen den dichten Baumbestand des Revierparks Vonderort. Doch die Exemplare mit zu großer Krone müssen in diesem Herbst gefällt werden – denn sie schädigen die umfangreiche Natur des Erholungsgebietes.
Fotos (4): Michael Dahlke