Westdeutsche Allgemeine WAZ, 27.07.2017

 

Mit Masterplan neue Freizeitideen entwickeln

Vier Ruhrstädte wollen mit Planungsbüro Strategie für Internationale Gartenschau 2027 erarbeiten

VonAutor: Steffen Gerber

Hattingen.

Es tut sich was: Vier Kommunen wollen im Laufe dieses Jahres ihre Ideen für die Ruhr konkretisieren. Hattingen, Wetter, Herdecke und Witten und haben sich darauf verständigt, 2017 mit einem gemeinsamen Planungsauftrag Fördergelder anzustreben.

In den interkommunalen Gesprächen steht die Internationale Gartenausstellung (IGA) 2027 im Mittelpunkt, für die seit Ende 2016 die Zusage vorliegt und die auch an der Ruhr stattfinden soll. Es wird geplant, eine Art Perlenschnur am Fluss entlang zu entwickeln.

Vor einigen Jahren hatten die Städte Bochum, Hagen, Hattingen, Herdecke, Wetter und Witten gemeinsam mit dem Ennepe-Ruhr-Kreis und dem Regionalverband Ruhr (RVR) eine neue Form der regionalen Zusammenarbeit ins Leben gerufen, zu der 2005 noch weitere Städte wie u.a. Dortmund hinzukamen. Nun sind auch der Ruhrverband, die Stiftung Industriedenkmalpflege, der RVR und der EN-Kreis mit im Boot, um unter dem Arbeitstitel „Flusslandschaft Mittleres Ruhrtal“ ein Vorgehen zur Freizeit- und Tourismusentwicklung abzustimmen.

Hattingen bereitet Ausschreibung vor
Der Arbeitskreis will Ideen voran treiben, die ein Planungsbüro in diesem Jahr qualifizieren soll. Dabei sollen Fachleute die jeweilige Umsetzbarkeit prüfen, einzelne Projekte zusammenführen und unter einer gemeinsamen Zielsetzung zu einem Masterplan weiterentwickeln. Das gesamte Konzept soll sich an einzelnen IGA-Kategorien wie beispielsweise „Neue Gärten und Industriekultur/Industrienatur“ orientieren. Die Ergebnisse des Masterplans dienen demnach als Grundlage, um dann die Bürger und die Politik in den weiteren Prozess einzubinden.

Mit diesem Vorgehen streben die Beteiligten Fördergeld an, der Auftrag an ein Planungsbüro soll noch 2017 erfolgen. Dabei ist Hattingen federführend und bereitet derzeit die Ausschreibung vor. Die Kosten für den entwurf des Planugsbüros teilen sich die beteiligten Kommunen.

Bild 1:
Die Ruhr ist Dreh- und Angelpunkt des Projektes zur IGA 2027.
Foto: Ingo Otto/archiv