Neue Ruhr Zeitung / Neue Rhein Zeitung, 27.07.2017

 

Mittelerhöhung für den Landschaftspark ist nun besiegelt

Gestern wurde der Standortvertrag für den Landschafspark Nord unterzeichnet, der mehr Geld für die Instandsetzung sichert

Seit gestern ist es offiziell: Mit der Unterzeichnung des neuen Standortvertrages für den Landschaftspark Nord zwischen dem Regionalverband Ruhr (RVR) und der Duisburg-Kontor Hallenmanagement GmbH ist nun besiegelt, dass die Betreiber des ehemaligen Hüttenwerks bis Ende 2026 vom Land NRW und dem RVR pro Jahr addiert 2,9 Millionen Euro für die Instandhaltung des Baudenkmals überwiesen bekommen, also 1,4 Millionen mehr als zuvor (wir berichteten).

Von der Stadt Duisburg kommen per anno noch rund 700 000 Euro hinzu. Dieser Zuschuss bleibt unverändert. Den Vertrag unterzeichneten Duisburg-Kontor-Chef Peter Joppa, RVR-Regionaldirektorin Karola Geiß-Netthöfel und Landschaftspark-Leiter Ralf Winkels im Beisein des Meidericher Ratsherren und Aufsichtsrat der Ruhr Tourismus GmbH Bruno Sagurna (SPD).

RVR-Chefin Geiß-Netthöfel hob die enorme Anziehungskraft hervor, die die Route der Industriekultur im Allgemeinen und der Landschaftspark im Besonderen auf Touristen ausstrahlt. „Wir stoßen inzwischen auf ein internationales, ja fast weltweites Interesse“, sagte sie. Bis gestern hatten 590 000 Gäste den Landschaftspark in diesem Jahr besucht. Damit zeichne sich eine Rekordresonanz ab, so Winkels. Er erwartet rund 100 000 Gäste mehr als 2016.

Die Magnetwirkung bekämen auch die Hoteliers in Duisburg zu spüren. Laut Peter Joppa verzeichnete die Branche in Duisburg für 2016 ein Plus von rund 13 Prozent bei den Übernachtungszahlen, im ersten Halbjahr 2017 gab es 5,5 Prozent mehr Gäste als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum.

Dass mehr Geld fließt, bedeutet nicht, dass Park-Leiter Winkels nun prassen könnte. Im Gegenteil: „Die Notwendigkeiten des Erhalts sind ständig gewachsen. Die bisher geflossenen Mittel haben dafür noch nie ausgereicht.“ Jetzt können aber die wichtigsten Projekte sofort angegangen werden: etwa die Sanierung der drei Kamine, die sich über zwei Jahre hinziehen könne. tric

Bild 1:
Über den unterzeichneten Standortvertrag freuten sich (v. l.) Peter Joppa, Bruno Sagurna, Karola Geiß-Netthöfel und Ralf Winkels.
Foto: Udo Milbret